Unsere Leistungen

Hier bieten wir Ihnen einen Überblick über die in unserer Praxis durchgeführten Untersuchungen. Diese Erklärungen ersetzen natürlich nicht das persönliche Gespräch mit Ihnen.
Unser Ziel ist es, die optimale Maßnahme zur Diagnoseerstellung auszuwählen. Diese soll eine individuelle Therapie mit einem bestmöglichen Therapieerfolg gewährleisten.

1. Vorsorgedarmspiegelung

Seit Jahren wird in großen Aufklärungsaktionen darauf hingewiesen, wie wichtig und wie effektiv die Darmkrebsvorsorge ist. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 60 000 Menschen an Darmkrebs. Etwa 26 000 Menschen sterben, weil der Krebs erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird. (1)

In den allermeisten Fällen sind gutartige Polypen die Vorläufer von Darmkrebs. Diese können bei der Darmspiegelung frühzeitig entdeckt und entfernt werden.

Nach Berechnungen auf der Basis der Daten des bundesweiten Registers für Vorsorgekoloskopien wurden in den ersten 10 Jahren bei etwa 1 Million von 5 Millionen Teilnehmern Darmpolypen (Adenome) gefunden und abgetragen, wodurch langfristig ca. 180 000 Darmkrebsfälle verhindert werden. (1)

Die Kosten für die Vorsorgedarmspiegelung werden von den Krankenkassen übernommen.


(1) Quelle: Brenner et al. Dtsch Arztebl Int 2016; 113(7): 101-6;
Polypen sind Wandveränderungen im Darm, aus denen Darmkrebs entstehen kann. Diese sind in den allermeisten Fällen noch gutartig, werden jedoch zur feingeweblichen Untersuchung in ein Speziallabor geschickt.

2. Darmspiegelung (Koloskopie) und Polypenentfernung

Bei einer Darmspiegelung wird mit einem dünnen beweglichen Endoskop (Koloskop) der Dickdarm vollständig untersucht. Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten. Über eine winzige hochauflösende Kamera an der Gerätespitze betrachten wir die Darmschleimhaut. Falls erforderlich werden Polypen entfernt.

Die Untersuchung wird in der Regel unter einer Sedierung ("Schlafspritze") durchgeführt. Auf Wunsch kann die Darmspiegelung aber auch ohne Sedierung beginnen. Diese kann bedarfsweise auch während der Untersuchung jederzeit eingesetzt werden.

Alle Praxen, die Darmspiegelungen durchführen, werden regelmäßig kontrolliert. Nur wer bestimmte Untersuchungszahlen aufweist, die Hygieneanforderungen erfüllt und über die fachlichen Voraussetzungen verfügt, erhält die Genehmigung zur Durchführung der Untersuchung.

Dies sichert eine hohe Qualität und Sicherheit.
Wir erfüllen diese Qualitätsstandards und haben deshalb die Erlaubnis Darmspiegelungen, insbesondere auch Vorsorgeuntersuchungen, durchzuführen.

Ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die Untersuchung und die notwendige Vorbereitung erfolgt mindestens einen Tag vor der Untersuchung.

Nach der Untersuchung erholen Sie sich in unserem Ruheraum bei einer Tasse Tee.

Bevor Sie später die Praxis verlassen, wird Ihnen Herr Dr. Scheck in einem Gespräch das Untersuchungsergebnis darstellen. Ein ausführlicher Arztbrief mit dem Ergebnis möglicher feingeweblicher Untersuchungen geht an Ihren Hausarzt.
Wichtige Information zur Sedierung („Schlafspritze")
Sie müssen sich in der Praxis abholen lassen. Am Untersuchungstag dürfen Sie nicht aktiv am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.

3. Magenspiegelung (Gastroskopie)

Symptome, die eine Magenspiegelung notwendig machen können sind zum Beispiel Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Schluckstörungen und Sodbrennen.

Bei der Magenspiegelung wird ein flexibles Endoskop (Gastroskop) vorsichtig und unter Sicht durch den Rachen und die Speiseröhre in den Magen und den Zwölffingerdarm eingeführt. Dabei kann man mit einer hochauflösenden Darstellung auch kleine Schleimhautveränderungen erkennen.

Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzlos.

Auch die Magenspiegelung wird in der Regel unter einer Sedierung ("Schlafspritze") durchgeführt.

Für diese Untersuchung ist keine besondere Vorbereitung nötig. Der Patient muss lediglich nüchtern sein (mindestens 6 Stunden).

Ein ausführliches Aufklärungsgespräch erfolgt vor der Untersuchung.

4. Sprechstunde chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Die häufigsten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa. Die Crohn- Erkrankung kann den ganzen Verdauungstrakt betreffen.

Bei der Colitis ulcerosa spielt sich die Entzündung nur im Dickdarm ab. Beide Krankheiten betreffen häufig auch junge Menschen.

Die Therapieziele sind die Beseitigung oder die Linderung der Symptome und das Vermeiden oder Verzögern von Krankheitsschüben. Voraussetzung dazu sind eine fachärztliche individuelle Betreuung und eine entsprechende Medikation.
Hygiene
Die hygienische Aufbereitung der Endoskope und die Sterilisierung des endoskopischen Zubehörs erfolgt in unserer Praxis standardisiert mit modernen vollautomatischen Aufbereitungstechniken. Unser Praxisteam ist speziell geschult.

Die Ergebnisqualität wird regelmäßig unangekündigt durch das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität des Saarlandes überprüft.

Nur bei einwandfreien Ergebnissen wird von der Kassenärztlichen Vereinigung eine Genehmigung für endoskopische Untersuchungen erteilt.

5.Funktionsuntersuchungen (Atemtests)

Nach der Nahrungsaufnahme auftretendes Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall können durch eine Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) oder durch eine Fruktoseintoleranz (Fruchtzucker) verursacht sein. Die Diagnose kann mit einem einfachen Atemtest gestellt werden.

Sie sollten nüchtern sein. Wir werden das Vorgehen ausführlich mit Ihnen besprechen.

Von den Nahrungsunverträglichkeiten muss man die Zoeliakie oder Sprue unterscheiden. Dabei handelt es sich um eine Art chronischer Allergie auf Gluten, ein Getreideeiweiß. Folge ist eine Entzündung und Degeneration der Dünndarmschleimhaut. Die Diagnose stellt man durch die feingewebliche Untersuchung von Gewebeproben, die bei einer Magenspiegelung aus dem Zwölffingerdarm entnommen werden oder durch Laboruntersuchungen (Blutentnahme).
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